Das Gartenjahr

Gartenratschläge

Die wichtigsten Gartenarbeiten im Juni

Zierpflanzen

  • Zweijährige vorziehen, wie Vergnissmeinnicht, Stiefmütterchen, Bartnelken, Goldlack, Stockmalven
  • Späte Direktsaat schnellwüchsiger Sommerblumen wie Ringelblumen, Kosmeen, Jungfer im Grünen
  • Bei den meisten Balkon- und Kübelpflanzen mindestens einmal pro Woche Flüssigdünger ins Gießwasser
  • Bei Rhododendron verwelkte Blüten ausbrechen
  • Gartentulpen alle 2-3 Jahre mit etwas Erde herausnehmen und bis zum Herbst einschlagen

Gemüse

  • Beete hacken und mulchen
  • Folgesaaten und Pflanzungen von Sommergemüsen
  • Grün- und Rosenkohl pflanzen
  • Bei Gelben Rüben, Kohl-und Zwiebelgewächsen Netz gegen Gemüsefliegen auslegen
  • Ab Monatsmitte Aussaat von Endivien, Radicchio, Zuckerhut, Chinakohl
  • Rhabarber- und Spargelernte bis 24.6. beenden

Obst

  • Sommerschnitt beim Stein- und Beerenobst
  • Bei Him- und Brombeeren Ruten aufbinden
  • Fruchtausdünnung bei Kernobst auf 7-8 Früchte/m
  • Bei Erdbeeren die kräftigsten Ausläufer für due Vermehrung erhalten

Biodiversität

Zusatz-Biotope erweitern die Vielfalt

Neben den Lebensräumen, die alte oder tote Obstbäume bieten, wird die Vielfalt der Lebensräume und damit der beheimateten Pflanzen und Tiere auch durch die begleitenden Biotope erweitert, allen voran die Wiese oder anderer Unterwuchs unter  den Bäumen, soweit er naturnah gepflegt wird.

Glatthaferwiesen und vor allem Magerrasen sind äußerst artenreiche Pflanzengesellschaften und locken entsprechend viele Schmetterlinge, Käfer, Bienen und andere Hautflügler sowie Spinnen an.

Häufig werden die Obstbäume von einzelnen Wildsträuchern – wie Vogelkirsche, Vogelbeere, Weißdorn, Wildrosen, Brombeeren und Himbeeren – oder auch ganzen Hecken begleitet, die Insekten, Reptilien, vögeln und Säugetieren sowohl geschützte Nistplätze als auch durch ihre Blüten und Früchte Nahrung bieten.

Eine Trockenmauer passt gut in die naturnahe Umgebung und beherbergt vor allem wärmeliebende Pflanzen und Tiere. Häufig genügt aber auch schon ein Stein- oder ein Reisighaufen, um einigen Tieren Schutz zu bieten.

Wer es besonders gut meint, versorgt Vögel und Insekten gezielt mit geeigneten Nistkästen oder einem Insektenhotel, die man selbst bauen kann, aber auch im Handel findet.

Bauernregel

Ist der Juni warm und nass, gibt`s viel Frucht und grünes Gras.

Die wichtigsten Gartenarbeiten im Juli

Zierpflanzen

  • Stauden nach der Blüte (ver)pflanzen oder durch Stockteilung vermehren
  • Sommerblumen und herbstblühende Prachtstauden kann man nochmal düngen

Gemüse

  • Regelmäßig gießen, vor allem Tomaten und Gurken
  • Achseltriebe bei Tomaten regelmäßig ausgeizen, krankes Laub entfernen
  • Im Gewächshaus nach Bedarf gieße, lüften und schattieren
  • Aussaat von Spinat, Feldsalat, Winterrettich
  • Jetzt keimt auch Petersilie rasch
  • Salat, Endivie, Radicchio, Zuckerhut, Kohlrabi, Knollenfenchel, Pak Choi und Chinakohl säen oder pflanzen
  • Rhabarber und Spargelbeete mit Kompost düngen

Obst

  • Nachernteschnitt beim Steinobst
  • Sommerriss der Wasserschosser
  • Erdbeeren nach der Ernte düngen, Laub zurückschneiden, ohne das Herz zu beschädigen
  • Eventuell schon neues Erdbeerbeet anlegen
  • Stark tragende Bäume abstützen

Biodiversität

Artenvielfalt – Vögel und Säugetiere

Wenn alte Bäume von Spechten und anderen Tieren ausgehöhlt werden, dann finden diese Hohlräume rasch freudige Nachmieter. Außer den Spechten selbst und allerlei kleinen Singvögeln siedeln sich mitunter selten gewordene Arten wie Gartenrotschwanz, Wendehals oder Steinkauz hier an. Aber auch Säugetiere nehmen solche Angebote dankend an, wie Haselmaus, Baum- und Siebenschläfer sowie Fledermäuse. Natürlich kann man diesen Tieren auch spezielle Nistkästen anbieten.

Die meisten dieser Arten sind auf ein reiches Nahrungsangebot angewiesen, z.B. Ameisen, Insekten und andere Kleinlebewesen, die sie in den Wildsträuchern und anderem Unterwuchs finden können.

Trockenmauern, Stein- und Asthaufen dienen Säugetieren wie dem Igel oder bodenbrütenden Vögeln als schützendes Heim. Dort konkurrieren sie allerdings häufig mit Kröten sowie Reptilien wie Zauneidechse, der Blindschleiche oder der Schlingnatter.

Bauernregel

Wenn die Ameisen ungewöhnlich tragen, wollen sie einen frühen und harten Winter ansagen.